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Suppenkoma kenn ich nicht – oder doch?

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Diese Frage stellte ich mir kürzlich, als ich die Überschrift eines Artikels in unserer Tageszeitung las. Doch bereits nach den ersten Sätzen kam mir die Problematik doch sehr bekannt vor.

Es handelt sich dabei um die spontane Müdigkeit nach dem Essen.

Die Südländer machen es uns vor

Südländer halten Siesta

Dieser Müdigkeit sollte man in der Regel auch nachgeben und nach dem Essen ein kleines Nickerchen einlegen.

Die Südländer in Italien, Griechenland oder Spanien machen es uns vor – sie halten nachmittags eine Siesta.

Auch in Südamerika oder in Asien ist das sogenannte „Power Napping“ weit verbreitet. Dies gilt nicht nur für zu Hause, sondern auch an den herkömmlichen Arbeitsplätzen.

Der Mittagsschlaf hält Einzug

Mittlerweile hat sich der Mittagsschlaf auch in unseren Breitengraden durchgesetzt. Ich habe ja den Vorteil Zuhause zu arbeiten, daher kann ich mir das sehr gut einteilen. Der Mittagsschlaf, der bei mir durchaus auch einmal erst um 15 Uhr abgehalten werden kann, dient als Moment der Erholung und bringt genügend Schwung in den restlichen Tag.

Das eigene „System“ wird heruntergefahren und der Stress wird abgebaut. Mediziner drücken dies natürlich anders aus. Beim Nickerchen schlägt das Herz wesentlich langsamer, der Blutdruck und die Körpertemperatur sinken und die Atemfrequenz verringert sich ebenfalls.

Der Stress wird im Schlaf abgebaut

Wichtig ist in erster Linie der Abbau von Stress. Nach einigen Minuten Ruhe fühlt man sich wieder fit und leistungsfähig, selbst die Reaktionszeit verbessert sich eindeutig. Wissenschaftler haben sogar herausgefunden, dass ein regelmäßiges Mittagsschläfchen das Risiko minimiert, an Herz-Kreislauferkrankungen zu sterben.

Das Suppenkoma ereilt einen nach deftigen Mahlzeiten

Das Suppenkoma bezieht sich übrigens nicht nur auf das Mittagessen. Man kann im Grunde genommen zu jeder Tageszeit und nach jedem Essen in das „Koma“ fallen. Man fühlt sich schwer und „bleiern“. Dies ist besonders zu merken, wenn das Essen sehr gehaltvoll und sehr reichhaltig war. Der Magen braucht für die Verdauung der Speisen vermehrt Blut und natürlich dürfen der restliche Organismus und das Herz nicht unter der Belastung leiden.

Irgendwie steht das ja alles im Gegensatz zum oft empfohlenen Verdauungsspaziergang, hmm….

Den Schlafplatz mit Bedacht auswählen

Gemütlicher Schlafplatz - Bild: Pixabay

Grundsätzlich kann man ja überall ein Nickerchen abhalten, doch man sollte sich auch darauf entsprechend vorbereiten. Am besten sucht man sich einen abgedunkelten Raum mit einer bequemen Liege.

Ich nutze dafür immer die Couch im Wohnzimmer. In normalen Büros gestaltet sich die Suche nach einem passenden Liegeplatz meist leider etwas schwierig, da hier Ruheräume eher selten angeboten werden. Aber vielleicht hat man ja die Möglichkeit, es sich im Büro ein wenig gemütlich zu machen. Einfach Handy aus, PC aus, Telefonanrufe umleiten und entspannen.

Wie lange sollte denn so ein Nickerchen dauern?

Es gab eine Zeit, da hab ich das nach Gefühl gemacht. Meistens war es zu lang und ich war vollkommen gerädert. Da ging nichts mehr und ich hätte am liebsten durchgeschlafen, was natürlich nicht funktioniert. Als Faustregel gelten Ruhepausen von 15 bis maximal 30 Minuten, da man bei einem längeren Nickerchen, wie oben beschrieben, schnell in eine Tiefschlafphase gerät.

Wer also die Möglichkeit hat, seine Mittagspause mit einem Schläfchen zu versüßen, der sollte dies unbedingt ausprobieren. Gerade Freiberufler und natürlich wir Texter haben als „Heimarbeiter“ ja die optimalen Bedingungen hierfür.

Buchtipp hierzu: Die Kunst des Mittagsschlafs von Paquot, Thierry (2013) Gebundene Ausgabe

Großvater von Teodoro S Gruhl

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Autor: Anja Bergler

Hauptberufliche Online-Texterin und Redakteurin. Bereits seit 2007 arbeite ich auf selbstständiger Basis im www. Als Mutter von 4 Kindern verfüge ich über umfangreiches Wissen in den Bereichen, Kinder, Familie, Haus, Garten, Gesundheit und Immobilien. Dies sind auch meine beruflichen Kernthemen. Du findest mich auch auf Google+

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