Berla-Blog.de

Hinter den Kulissen der BerlaText – aktuell – amüsant – informativ

Zeckenimpfung FSME
Zeckenimpfung FSME

Zecken, FSME und Borreliose – Kleine Ursache, grosse Wirkung

| Keine Kommentare

Sicherlich nicht für jeden Interessant, für mich als Hundebesitzer aber durchaus, ist das Thema Zecken.

Diese kleinen Plagegeister findet man, entgegen der landläufigen Meinung, nicht nur von Frühjahr bis Herbst, sondern im schlechtesten Fall das ganze Jahr über.

Ich hoffe sehr, ich kann dem einen oder anderen Leser damit Informationen liefern, die verständlich und nachvollziehbar sind. Jetzt möchte ich die Zecken mal ein wenig näher betrachten.

Wo leben Zecken überhaupt?

Zecken leben in Bodennähe. Das Märchen der opferanfallenden Zecke, die sich von einem Baum stürzt, ist in der Tat nur ein Märchen. Auf Gräsern „lauern“ sie, im Gebüsch und auch in Sträuchern kann man sie finden. Erstaunlich ist, dass Zecken sich hier in bis zu 1,5m Höhe aufhalten. Zecken werden beim vorbeigehen abgestreift. Erst wenn die Temperatur unter 8°C fällt, werden Zecken inaktiv. Mit der Jahreszeit hat die Zeckenaktivität dementsprechend nichts zu tun.

Wie werden Krankheiten durch Zecken übertragen?

Bereits ein kurzer Stich genügt der Zecke, um Krankheitserreger übertragen zu können. Eine Eigenart der Zecke ist es, direkt mit dem Stich betäubende Substanzen über den Speichel zu transportieren, weshalb der Zeckenstich oft unbemerkt bleibt.

Welche Krankheiten übertragen Zecken?

Die Borreliose, die eine bakterielle Erkrankung darstellt, ist vor allem in Europa verbreitet. Als zweite, nennenswerte Krankheit muss FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) genannt werden. FSME ist eine besondere Form der so genannten Hirnhautentzündung, ausgelöst durch das FSME-Virus. Die Bezeichnung FSME ist allerdings irreführend, da die Krankheit nicht nur im Frühsommer, sondern das ganze Jahr über übertragen werden kann.

Die FSME-Infektion erkennen

Zeckenimpfung FSME

Die Erscheinungsform einer FSME-Infektion erinnert sehr stark an eine Sommergrippe und äußerst sich mit Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber. Grundsätzlich kann man in jeder Altersgruppe an einer FSME erkranken.

Studien haben gezeigt, dass mit zunehmendem Alter auch die Schwere des Krankheitsverlaufs. Laut einer Statistik erkranken doppelt so viele Männer wie Frauen an der FSME.

Der Beginn einer Borreliose

Ein sehr frühes Anzeichen einer Borreliose-Erkrankung kann eine ringförmige Rötung um die Einstichstelle sein, die sich deutlich von der gewohnten Hautfarbe abhebt. Wenn man eine solche Rötung auf der Haut erkennt, sollte sofort ein Arzt konsultiert werden. Im späteren Verlauf der Borreliose-Erkrankung treten verschiedene Entzündungen auf, die unter anderem Gelenke, Herz, Haut oder zentrales Nervensystem berühren.

Gefahrenherde – Wo hat man ein hohes Risiko?

Zunächst ist festzustellen: Zecken findet man überall auf der Welt. In Asien und Europa sind Zecken die primären Träger des FSME Virus. Im Hinblick auf Deutschland liegen die gefährdeten Gebiete vor allem in Bayern und Baden-Württemberg. Partiell besteht ein hoher Gefährdungsgrad auch in verschiedenen Landkreisen in Thüringen, Hessen und in Rheinland-Pfalz.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass das FSME Virus deutlich weiter verbreitet ist, als man ursprünglich angenommen hatte. In den bereits genannten Risikogebieten liegt die Gefahr, mit dem FSME Virus infiziert zu werden, bei ca. 10%. Also wäre statistisch gesehen jeder 10. Zeckenstich mit einer Infektion durch FSME verbunden.

Schutz vor Zecken

Um Zecken abzuweisen, kann bereits durch das Tragen geschlossener Kleidung eine Menge erreicht werden. Abgesehen davon sollte hohes Gras genauso gemieden werden wie Gebüsch oder Unterholz. Zeckenabweisende Mittel (Repellentien) bieten nur eine kurze Zeit lang Schutz. Häufig bleiben Zeckenstiche unbemerkt. Deshalb sollte man sich unbedingt nach jedem Sparziergang durch Wald, Wiesen und Felder akribisch genau absuchen.

Speziell Kinder müssen peinlich genau untersucht werden, um Zecken möglichst frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls entfernen zu können. Zecken bevorzugen feuchte Hautgebiete mit verhältnismäßig dünner Haut. Dementsprechend sind Achselhöhlen und Kniekehlen neben Leiste und Haaransatz besonders gefährdet und bedürfen erhöhter Aufmerksamkeit.

Wer ist besonders gefährdet?

Die mit weitem Abstand höchste Erkrankungsquote liegt bei Freizeitaktivitäten. Laut einer Veröffentlichung des Gesundheitsministeriums infizieren sich 90% aller betroffenen während dem Zelten, Radfahren, Schwimmen oder mit dem Hund spazieren gehen, um nur wenige Möglichkeiten zu nennen. Grundsätzlich gehört man zur akut gefährdeten Risikogruppe, wenn man sich in freier Natur bewegt.

Was tun nach einem Zeckenstich?

Da Zecken sehr klein sind, kann man durch das Absuchen des Körpers das Risiko zwar minimieren, aber nicht völlig ausschließen. Sofern man von einer Zecke gestochen wurde, muss diese sachgerecht und zügig entfernt werden. Die Einstichstelle sollte über einen längeren Zeitraum kritisch beobachtet werden, um bei einer Veränderung schnell reagieren zu können.

Zeckenentfernung – Wie mache ich es richtig?

Das wichtigste ist: So schnell wie möglich! Je schneller Zecken entfernt werden, desto geringer ist die Gefahr, weitere Krankheitserreger in den Blutkreislauf gelangen zu lassen. Wenn möglich sollte mit einer Pinzette oder, sofern keine Pinzette verfügbar ist, mit den Fingernägeln möglichst nahe an der Haut unter die Zecke greifen. Danach muss die Zecke langsam nach oben hin aus der Haut gezogen werden.

Zeckenentfernung – Wie mache ich es falsch?

Es sind die kuriosesten Methoden zur Zeckenentfernung im Umlauf. Definitiv falsch ist es, mit Klebstoffen oder Öl zu arbeiten, um die Zecke zu ersticken. Diese Vorgehensweise ist sogar fatal. In ihrem Todeskampf entleert sich die Zecke und entlässt jede Menge Bakterien und Erreger in den Blutkreislauf des Wirtes.

Bild FSME: Claudia Hautumm  / pixelio.de

Autor: Michael Lang

Bereits seit 2002 beschäftige ich mich intensiv mit Computern und haben seit damals sehr viel Wissen angehäuft, welches ich in Form meiner Selbstständigkeit als Computerdienstleister an Kunden weitergebe. Seit 2007 habe ich mein heimliches Hobby, die Erstellung von Texten, ebenfalls gewinnbringend in den Markt eingebracht und begleite seit dieser Zeit unzählige Auftraggeber mit meinen Texten auf dem Weg zum Erfolg. Ihr könnt mich auch auf meinem Google+ Profil besuchen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.