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Maibaum

Maibaum aufstellen – eine lange Tradition nicht nur in Bayern

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Die Tradition Maibaum aufstellen geht bis mindestens in das 16. Jahrhundert zurück und ist in vielen Städten und Gemeinden zu einem festes Ritual geworden. Bis vor einigen Jahren war dieser Brauch eher etwas in den Hintergrund geraten. Erst in den letzen Jahren hat man sich der Tradition besonnen und diese Veranstaltung wieder aufleben lassen.

Auf den richtigen Baum kommt es an

Der Maibaum an sich wird ein bis zwei Tage vor dem 1. Mai aus dem Wald geholt.

Hierbei handelt es sich um eine sehr hohe Fichte oder Birke, die über einen geraden Stamm verfügen und nach Erzählungen den Winter austreiben, und den Frühling bzw. den Sommer begrüßen sollte. Es wird bis auf die Krone der komplette Baum ausgeästet.

Damit der Stamm nicht von der bösen Gemeindenachbarschaft geklaut wird, muss dieser natürlich besonders bewacht werden. Kommt es dennoch zum Diebstahl, muss der Baum zur Schadenfreude der Diebe gegen entsprechendes Freibier ausgelöst werden.

Hübsch geschmückt ist er bereits aus der Ferne sichtbar

Wichtig beim Maibaum ist natürlich die Verzierung und der Schmuck. Hierzu gehören Schnitzereien, Kränze oder auch Schleifen und Bänder. Nicht vergessen werden natürlich die sogenannten Zunftschilder des Ortes bzw. der ansässigen Handwerker, die den Baum nach dem Aufstellen, alternativ auch schon davor, zieren.

Waren früher die Burschen für das Aufstellen verantwortlich, sie mussten sich mit langen Stangen und Muskelkraft behelfen, wird das Hochziehen und Positionieren am vorgesehenen Platz mittlerweile überwiegend von Traktoren oder schwerem Gerät übernommen. Oft kommt auch hier die Drehleitern der örtlichen Feuerwehrvereine zum Zug.

Nichtsdestotrotz ist das Maibaum aufstellen in vielen Gemeinden ein zünftiges Fest. Der Baum selbst verbleibt meist den ganzen Sommer an seinem Platz, der sich meist in der Ortsmitte befindet.

Natürlich gibt es auch noch weitere Geschichten und Bilder rund um den Maibaum und weitere traditionelle Erzählungen, die man auf dieser Seite nachlesen kann. Vielleicht kommt ihr ja bei euren Ausflügen auch an dem ein oder anderen Maibaum in den Dörfern einmal vorbei.

Bild: Heatbeaz bei Flickr unter cc

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Maibaum aufstellen – eine lange Tradition nicht nur in Bayern, 10.0 out of 10 based on 1 rating

Autor: Anja Bergler

Hauptberufliche Online-Texterin und Redakteurin. Bereits seit 2007 arbeite ich auf selbstständiger Basis im www. Als Mutter von 4 Kindern verfüge ich über umfangreiches Wissen in den Bereichen, Kinder, Familie, Haus, Garten, Gesundheit und Immobilien. Dies sind auch meine beruflichen Kernthemen. Du findest mich auch auf Google+

Ein Kommentar

  1. Liebe Heimatfreunde,
    Markt Waldeck Ortsteil von Kemnath hat in diesem Jahr auch
    wieder einen sehr schönen Maibaum vor dem Gasthof Goldener Engel, welcher in einem neuen Eisengestell fest verankert und sicher für Mensch und Material steht, ohne ihn mit Holz-
    keilen im Boden zu sichern. Beim Schälen des Baumes wurde er unten eckig für das Eisengestell zugeschnitten und was man gut schon mit dem Auge sah, hat die Wasserwaage bestätigt. Ein guter Erbendorfer hat für den HuK Waldeck die einzelnen
    alten Handwerke plus des „Wilden Mannes“ von Waldeck neu hergestellt in feinster Fleißarbeit gemalt und so wunderbar lackiert, daß es aussieht wie Emaille. Leider mußte der Baum
    zweimal gespendet werden, geschält und vorbereitet werden zum
    Aufstellen, da es Menschen gibt in der heutigen Zeit, welche unbedingt mit alten Traditionen brechen müssen und aus-brechen aus dem Kreis der Heimatfreunde, indem sie zerstören.
    Aus Zeitgründen bei Feuerwehr und Heimat und Kulturverein mußte die Vorbereitung schon eine Woche vorher auf einer Wiese neben einem befriedeten Grundstück stattfinden. Schon in der darauffolgenden Nacht wurde er zersägt. Hier hätte der Baum ohne Schaden anzurichten nach alter Tradition weggetragen werden können, um ihn womöglich gegen ein Faß Bier wieder einzulösen. Somit hätte man alle die Spaß verstehen auf seiner Seite gehabt und man möchte nicht in deren Haut stecken, wenn an irgend einem Biertisch mal geplaudert wird.

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