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Kreuzspinne in Vorgärten

Pfui Spinne – die Kreuzspinne im Vorgarten

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Der Ekel, der sich bei vielen Menschen breitmacht, sobald das Wort „Spinne“ auch nur erwähnt wird, ist allgegenwärtig. Auch ich finde Spinnen nicht besonders toll und möchte sie auch nur ungerne im Haus haben. Im Garten sind Spinnen, allen voran die Kreuzspinne, jedoch unheimlich hilfreich.

Schädlingsvertilger Nummer eins

Die Kreuzspinne, besser gesagt die Gartenkreuzspinne, ist der Schädlingsvertilger Nummer eins in heimischen Vorgärten. Fliegen, Mücken, Falter und anderes, für uns Menschen eher lästiges Getier fallen der Kreuzspinne zum Opfer. Aufgrund eigener Beobachtungen kann ich sogar behaupten, dass selbst Wespen zuweilen der Kreuzspinne zum Opfer fallen. Ich persönlich mag Wespen nicht, weshalb mir das ganz Recht ist.

Obwohl ich ja, wie bereits erwähnt, Spinnen überhaupt  nicht mag, stören mich die Kreuzspinnen nicht. Im Gegenteil, ich mache mir immer wieder bewusst, dass sie mir langfristig einen großen Nutzen bringen. Über die vielen Mücken würde ich mich wirklich ärgern. Dank der mittlerweile doch recht zahlreich auftretenden Gartenkreuzspinnen hält sich der Mückenbestand aber auf einem erträglichen Maß. Danke, Kreuzspinne.

Ekel überwinden und beobachten!

Mein anfänglicher Ekel ist einer echten Faszination gewichen. Ich habe mich überwunden und die Kreuzspinnen in unserem Garten den ganzen Sommer über näher beobachtet. Da kamen einige Exemplare zum Vorschein, deren Größe mich überrascht hat. Ein tolles Exemplar haben wir fotografiert und auf unserem Bilderblog zur Schau gestellt.

Fakten der Kreuzspinne

Kreuzspinne in Vorgärten

Schön, nützlich und für Menschen ungefährlich – die Gartenkreuzspinne

Zeichnung und Größe

Besonders auffällig ist die Gartenkreuzspinne durch ihre markante Färbung. Auf dem Rücken trägt sie ein Muster, das an ein Kreuz erinnert. Daher wohl auch ihr Name.

Die Kreuzspinne gehört zu den größten Spinnenarten in Deutschland. Die Weibchen erreichen eine Körperlänge (ohne Beine) von 18 mm – 20 mm. Die Männchen sind, oh Wunder, deutlich kleiner und sind mit einer Körperlänge von rund 10 mm – 12 mm regelrechte Zwerge.

Nahrungsbeschaffung

Die markante Färbung der Kreuzspinne ist zugleich auch eine sehr gute Tarnung, da sie sich vornehmlich in Gestrüpp und zugigen Ecken zwischen Holzbacken etc. aufhält. Hier werden äußerst filigrane Netze gesponnen, die von enormer Festigkeit sind. Wenn man sich vorstellt, dass eine Wespe sich im Flug in einem solchen Netz verfangen kann, ist das schon beeindruckend.

Im Vergleich stellt sich das so dar, dass man als Mensch mit einem gewöhnlichen Bindfaden ein Auto aufhalten könnte. Die Spinne lauert irgendwo im Eck des Netzes oder auch in einem Versteck, welches über einen Spinnfaden mit dem Netz verbunden ist. Hat sich Beute im Netz verfangen, kommt die Kreuzspinne heraus und die Natur nimmt ihren Lauf.

Paarungszeit

Die Paarungszeit der Gartenkreuzspinne liegt im hochsommerlichen August. Zu dieser Zeit kann man auf dem Netz der weiblichen Spinne häufig auch eine oder mehrere kleinere Kreuzspinnen beobachten. Das sind die Männchen, die um die Gunst der Spinnendame buhlen. Wenn sich die Spinnendame für einen männlichen Begleiter entschieden hat, muss dieser äußerst vorsichtig und schnell sein. Viele Männchen finden ihr Ende nach der Vereinigung mit der Spinnendame, die sich sodann über das „Mahl“ hermacht.

Gefährlich oder nicht?

Es kursieren seit Äonen Gerüchte durch die Welt, in denen die Kreuzspinne als giftig und angriffslustig beschrieben wird. Das ist, wissenschaftlich untermauert, absoluter Unfug. Kreuzspinnen sind definitiv nicht angriffslustig und verschwinden lieber, als sich mit einem Menschen anzulegen.

Kreuzspinnen können beißen, richtig? Das ist tatsächlich wahr. Der Biss einer Gartenkreuzspinne ist aber mit einem Mückenstich zu vergleichen und stellt für Menschen keine Bedrohung dar. Bisse von dieser Spinne sind aber ohnehin extrem selten, sodass sich Gerüchte über deren Gefährlichkeit leider weiterhin halten.

Update (09.06.2013): Im Zuge weiterer Recherchen über weitere in Deutschland beheimatete Spinnenarten und deren Giftigkeit habe ich eine Übersicht gefunden, die ich sehr interessant fand. Da wird zum Beispiel von einer Dornfingerspinne berichtet, von der ich noch nie gehört habe. Für diejenigen, die sich für die heimische Fauna mit Bezug auf Gefährlichkeit für den Menschen interessieren, hier der Link zum selbst nachlesen: giftige einheimische Tierarten

Mein Fazit:

Ekel oder gar Angst vor diesen nützlichen Gartenkreuzspinnen zu empfinden ist vollkommen unbegründet. Die Gartenkreuzspinnen sind, soweit meine Beobachtungen, eher scheu und stellen absolut keine Bedrohung dar. Ihr Nutzen als Schädlingsvertilger ist extrem hoch. Bitte lasst sie in Eure Gärten, Garagen und Keller oder, wenn ihr das wirklich nicht wollt, setzt sie um. Sie sind einfach zu nützlich, als das man sie einfach zusammentreten sollte.

Autor: Michael Lang

Bereits seit 2002 beschäftige ich mich intensiv mit Computern und haben seit damals sehr viel Wissen angehäuft, welches ich in Form meiner Selbstständigkeit als Computerdienstleister an Kunden weitergebe. Seit 2007 habe ich mein heimliches Hobby, die Erstellung von Texten, ebenfalls gewinnbringend in den Markt eingebracht und begleite seit dieser Zeit unzählige Auftraggeber mit meinen Texten auf dem Weg zum Erfolg. Ihr könnt mich auch auf meinem Google+ Profil besuchen.

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