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Herbstlaub

Herbstarbeit im heimischen Garten

| 4 Kommentare

Die Gartensaison ist beinahe beendet. Jetzt stehen allerdings noch einige abschließende Arbeiten an, bevor der Garten als winterfest und damit für den Winter gerüstet gesehen werden kann.

Deshalb lautet die Devise bis ca. Mitte Oktober: Warme Kleidung anziehen und raus in den Garten!

Erste Schritte zum winterfesten Garten

Zunächst müssen alle Pflanzenknollen ausgegraben werden. Zu diesen Knollen zählen beispielsweise Gladiolen, Dahlien und Begonien. Sobald diese Knollen ausgegraben sind, lässt man sie in trockenem Torf oder alternativ in einer Kiste überwintern.

Winterharte Pflanzenknollen müssen bis spätestens Mitte Oktober im Garten untergebracht sein, weil sie sich an den neuen Standort gewöhnen müssen.

Allium-Zwiebeln müssen jetzt raus

Für die winterharten Knollen und Blumenzwiebeln ist es höchste Zeit, an ihren finalen Bestimmungsort gebracht zu werden. Besonders die Allium-Zwiebeln müssen schnellstmöglich in den Garten, damit sie Wurzeln treiben und sich an die finale Umgebung gewöhnen können.

Die allgemeine Pflanzenpflege

Laub auf RasenBefallene und kranke Pflanzen benötigen jetzt dringend Aufmerksamkeit. Die kranken Pflanzenteile müssen nun zurückgeschnitten werden, damit die Pflanzen im kommenden Frühjahr erstarken und gesund weiter gedeihen können.

Stauden, die gesund sind, können in ihrem aktuellen Zustand belassen werden. Diese Pflanzenteile bilden einen grandiosen Anblick, wenn sie von Reif überzogen sind.

Nutzgärten richtig vorbereiten

Für Besitzer von kleinen Nutzgärten gilt es, jetzt die letzte Kräuterernte einzuholen. Mit dieser letzten Ernte wird auch gleich der Rückschnitt von beispielsweise Salbei, Lavendel und Oregano erledigt. Wer Tomaten gepflanzt hat, kann diese so lange ernten, bis der erste Frost eingesetzt hat.

Schwarzwurzeln, Kohl und Wurzelpetersilie können noch länger im Beet verbleiben, da sie keine hohe Empfindlichkeit gegen Frost zeigen. Der Oktober ist die richtige Zeit, wenn Feldsalat und Radieschen ausgesät werden sollen.

Dünger ist für diese Saison tabu

FächerahornUm die Beete des Nutzgartens zu schützen, darf ab jetzt kein Kunstdünger mehr auf diese aufgebracht werden.

Ebenso tabu ist es, die Beete umzugraben. Das ist besonders wichtig, da ansonsten die natürliche Struktur des Bodens empfindlich gestört oder gar zerstört werden würde.

Wer seinen Beeten etwas Gutes tun möchte, kann Gründünger oder eine Schicht aus Mulch aufbringen.

Bestimmte Laubsorten müssen entfernt werden

Herbstlaub

Laub ist für die Gärten ein wahrer Segen. Es gibt allerdings Laubsorten, die aufgrund ihrer schlechten Verrottung regelmäßig entfernt und entsorgt werden sollten. Das gilt vor allem für das Laub von Eichen und Walnussbäumen.

Jetzt das Moos loswerden

Die Rasenflächen sollten frei gehalten werden. Deshalb gilt speziell für den Rasen: Laub entfernen. Unter dem herabgefallenen Laub hält sich Feuchtigkeit sehr lange, was die Entstehung von Pilzen und Schimmel merklich begünstigt.

Aus diesem Grund sollten auch Moosflechten gründlich entfernt werden, um Schimmel und Pilzen keine Grundlage für Wachstum zu bieten.

Es hilft dem Rasen übrigens sehr, wenn dieser so lange geschnitten wird, wie er wächst. Auch dadurch wird Schimmelbildung unterbunden.

Grundsätzlich sollte ein gepflegter und gut vorbereiteter Rasen eine Halmlänge von 5 cm nicht überschreiten.

Baumschnitt abwarten

BaumschnittUm die größeren Bäume zu beschneiden, sollte man vorab warten, bis das Laub zum größten Teil herabgefallen ist. Dann ist es Zeit, kranke und abgestorbene Äste zu entfernen. Sollen Bäume entfernt werden, ist die laubfreie Zeit ebenfalls sehr günstig.

Der Pflegeschnitt, der auch als Hauptschnitt bezeichnet wird, sollte allerdings erst dann erfolgen, wenn sich das Ende des Winters ankündigt. Ein zu früh durchgeführter Pflegeschnitt kann dazu führen, dass Frost in das Gehölz eindringt und die Struktur des Baumes zerstört.

Risse im Holz durch Kalk unterbinden

Um Obstbäume vor Blutläusen und Frostspannerweibchen zu schützen, werden Leimringe am Stamm angebracht. Ein Anstrich aus Kalk hilft, keine Risse im Stamm entstehen zu lassen.

Diese Maßnahmen sind spätestens dann durchzuführen, wenn sich der erste Frost ankündigt. Dabei sollten auch junge Bäume nicht vergessen werden.

Rosengärten gut vorbereiten

Rosenschnitt

Rosen reagieren auf Frost sehr empfindlich. Wer seine Rosen liebt, sorgt für eine entsprechende Vorbereitung, um die Pflanzen möglichst gut durch den Winter zu bringen.

Um die Rosen herum sollte Mutterboden gemischt mit Kompost angehäuft werden, bis die veredelten Stellen am Ansatz der Kronen deutlich bedeckt sind. Hochstammrosen müssen anders geschützt werden. Sie werden mittels Sackleinen, Jute oder einem Flies ummantelt.

Für alle Pflanzen auf der Terrasse oder im Garten, die in Kübeln gehalten werden, müssen die Kübel mit einer Folie ummantelt werden, die Noppen hat. Durch die in den Noppen eingeschlossene Luft wird eine sehr gute Dämmwirkung erreicht, die die Wurzelknollen vor Frost schützt.

Brown-Blätter auf Gras von Petr Kratochvil
Baum von David Wagner

Laub rot und gelb: Pixabay

Rosa Rosen: Pixabay

 

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Autor: Michael Lang

Bereits seit 2002 beschäftige ich mich intensiv mit Computern und haben seit damals sehr viel Wissen angehäuft, welches ich in Form meiner Selbstständigkeit als Computerdienstleister an Kunden weitergebe. Seit 2007 habe ich mein heimliches Hobby, die Erstellung von Texten, ebenfalls gewinnbringend in den Markt eingebracht und begleite seit dieser Zeit unzählige Auftraggeber mit meinen Texten auf dem Weg zum Erfolg. Ihr könnt mich auch auf meinem Google+ Profil besuchen.

4 Kommentare

  1. Das Laub macht einem wirklich zu schaffen. Es gibt Leute, die im November noch einmal den Rasenmäher heraus holen, um das Laub zu zerkleinern. Aber bei schwer verrottenden Blättern wie von Eichen und Wallnussbäumen hilft das nicht. Der Wind bläst die Reste wieder zu neuen Häufchen zusammen, die sich dann an bestimmten Stellen sammeln und bis ins nächste Jahr liegen bleiben. Also kommt man nicht ums gründliche Laub fegen herum. „Schwierige“ Laubsorten sind meines Wissens auch: Kastanie, Pappel und Platane.

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    • Vielen Dank für die Ergänzung, Maike. Eine tolle Seite hast du da, möchte ich gerne anmerken. Da werde ich mal quer lesen und meine Wissenslücken füllen.

      Für weitere Tipps und Ergänzungen bin ich sehr dankbar.

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  2. Eine gute und umfangreiche Übersicht über die derzeitigen Arbeiten im Garten! Meine Erfahrung: Moos läßt sich durch Vertikutieren im Herbst gut beseitigen, besonders empfehlenswert ist es zudem, dann anschließend noch Gartenkalk zu streuen, um die Neubildung des Moses im Frühjahr zu verringern.

    H.-E. Koglin

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  3. THX! Super Seite! Lieben Gruss

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