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Der traditionelle Almabtrieb in der bayerischen Alpenregion

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Zu einer der schönsten Tradition gehört in den Bergregionen Bayerns der alljährlich stattfindende Almabtrieb. Geht der Almauftrieb im Frühjahr meist mit Viehtransportern und dergleichen recht unspektakulär vonstatten, wird der Almabtrieb im Allgäu auch „Viehscheid“ oder einfach nur „Schaid“ genannt, jedes Jahr zur Zeit des Erntedankfestes fast schon zelebriert. Allein im Allgäu gibt es mehr als 650 Almen, die noch mit Tieren und für die Käserherstellung bewirtschaftet werden.

Die genauen Termine für den Almabtrieb schwanken hierbei regional und sind auch von der entsprechenden Witterung abhängig. Doch spätestens am 30. September sollte die Almsaison beendet sein und die Almhütten der Senner oder Sennerinnen können entsprechend winterfest gemacht werden.

Man feiert einen ertragreichen Sommer

Allgäu – Almabtrieb – Pixabay

War die Saison der Senner auf den Almen sehr erfolgreich, ist auch dem Vieh nichts passiert und sind keine Krankheiten oder Todesfälle aufgetreten, dann werden die Tiere festlich für den Weg in das Tal geschmückt. Besonders der Kopfschmuck ist eine ganz besondere Augenweide. Dieser besteht aus Alpenblumen und Tannenzweigen, bunt verziert mit kleinen Spiegeln, Bändern oder Schleifen.

Während im Allgäu nur die Leitkuh einen Kopfschmuck erhält, wird in den anderen Gebieten Bayerns jede Kuh beim Almabtrieb entsprechend geschmückt. Natürlich darf auch die Glocke beim sogenannten „Aufkranzen“ nicht fehlen, die das Vieh um den Hals trägt. Die Größe der Glocken hängt von der jeweiligen Rangordnung des Tieres ab. Selbst kleine Kälbchen erhalten teilweise bei Bedarf ein Schmuckutensil.

Durch das Läuten der Glocken sollten der Sage nach böse Dämonen, die sich auf dem Abtriebsweg befanden, vertrieben werden. Im Tal angekommen, wird die Herde von Besuchern und den Landwirten feierlich in Empfang genommen und anschließend in die jeweiligen heimischen Ställe getrieben. Hier verbleiben sie dann bis zum nächsten Frühjahr, ehe es wieder auf die Alm hinauf geht.

Eine lange Tradition in der gesamten bayerischen Alpenregion

Auch wenn die Geschmäcker hier wohl auseinander gehen, bin ich der Meinung, dass der schönste Almabtrieb im Berchtesgadener Land stattfindet. Dort wird das geschmückte Vieh von der bekannten Fischunkel-Alm heruntergetrieben und mit entsprechenden Booten über den beschaulichen Königssee gefahren, um anschließend an Land zu den Ställen geführt zu werden. Allein dies ist schon sehenswert.

Doch auch andere Regionen, wie die Almen rund um den Tegernsee veranstalten regelmäßige Abtriebe. So sollten Sachrang am Chiemsee oder Mittenwald ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Die Termine werden in den regionalen Medien bekannt gegeben und sind meist mit einem großen Herbstfest in den entsprechenden Orten und Gemeinden verbunden. Sollte man die Möglichkeit haben, einmal einen Almabtrieb mitzuerleben, wird einem dieses Erlebnis noch längere Zeit im Gedächtnis bleiben.

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Autor: Anja Bergler

Hauptberufliche Online-Texterin und Redakteurin. Bereits seit 2007 arbeite ich auf selbstständiger Basis im www. Als Mutter von 4 Kindern verfüge ich über umfangreiches Wissen in den Bereichen, Kinder, Familie, Haus, Garten, Gesundheit und Immobilien. Dies sind auch meine beruflichen Kernthemen. Du findest mich auch auf Google+

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