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Den Stromfressern im Haushalt auf der Spur

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Im März war es wieder Zeit meinem Stromanbieter den jährlichen Zählerstand zu melden, um den Jahresverbrauch berechnen zu können. Mir graust es jedes Mal davor, weil wir nur selten eine Rückzahlung bekommen und unser Stromverbrauch ständig steigt, auch wenn man sich noch so bemüht und sparen möchte.

Aber oft sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht und es lohnt sich, der Sache einmal näher auf den Grund zu gehen.

Die monatlichen Strom-Abschläge steigen

Das Blöde ist ja, dass man bei einem höheren Verbrauch nicht nur nachzahlen muss, sondern dass auch die monatlichen Abschläge steigen, was mitunter durchaus ein Loch in die Haushaltskasse reißen kann. Aber über die steigenden Energiekosten möchte ich mich nicht weiter auslassen, an den Preisen kann man eh nichts ändern, sich höchstens einen günstigeren Anbieter suchen, doch das soll jetzt nicht das Thema sein.

Wenn ich meinen Verbrauch kurz überschlage und mit dem vorletzten Jahr vergleiche, dann haben wir mit unserem 6-Personen-Haushalt rund 400 kW/h mehr verbraucht. Das ist schon eine ganze Menge und ich war mir sicher, dass da irgendwo Einsparpotenzial sein muss.

Wo befinden sich unsere Stromfresser im Haushalt?

Wir gingen also auf die Suche nach den Stromfressern, die unseren Stromzähler schwindlig drehen. Was hat sich im Vergleich zur letzten Stromrechnung geändert? Welche Geräte sind weggefallen, welche hinzugekommen?

1. Der Herd

Der Herd hat seinen Geist im Dezember 2012 nach 21 !! Jahren aufgegeben und wurde gegen einen neuen ausgetauscht. Die neueren Modelle haben ja alle wesentlich bessere Energie-Effizienz-Werte als die alten Geräte. Seit knapp 20 Jahren müssen Elektrogeräte ja in entsprechende Energieeffizienzklassen eingeteilt werden. Wer sich genauer darüber informieren möchte, kann dies bei diversen Elektronikfachhändlern (wie z. B. diesem hier) tun.

Auf das Energie-Label achten

Energieklassen - Pixabay

Energieklassen – Pixabay

Für die Übersichtlichkeit bekommt hierfür jedes Gerät diesen Aufkleber (Energie-Label), an dem man die entsprechenden Werte sehr einfach ablesen und entsprechend vergleichen kann. Dies ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Mein aktueller Herd hat A+, was ja schon einmal wesentlich besser ist, als der Vorgänger, dessen Klassen-Wert ich nur schätzen kann.

2. Die Waschmaschine

Neu ist auch die Waschmaschine, die nach nunmehr 15 Jahren ebenfalls ihren Dienst quittiert hatte. Wenn ich genau überlege, dann haben sich die Geräte von der Haltbarkeit und Qualität sicherlich bezahlt gemacht. Aber irgendwann muss es auch mal gut sein. So wurde auch hierfür eine neue Maschine angeschafft, die mit A++ ausgezeichnet ist.

3. Die Röhren-Fernseher

Da man ja immer sparen möchte, wo es nur geht, wurden auch zwei Röhrenfernseher gegen zwei moderne Flachbildfernseher ausgetauscht. Auch hier zeigten sich Alterserscheinungen, für die eine Reparatur nicht mehr lohnend gewesen wäre.

4. Der Kondensationstrockner

Man sieht also, dass wir schon einiges fürs Stromsparen gemacht haben. Gut, wir haben noch einen Kondenstrockner, der aber gerade im Sommer nur sehr selten benutzt wird. Der kann kaum für den hohen Verbrauch verantwortlich sein.

5. Die Kühltruhe

Neben den üblichen Haushaltsgeräten, die man eben im täglichen Bedarf benötigt, die aber nicht sonderlich ins Gewicht fallen, ist mir eingefallen, dass wir noch ein besonderes Schätzchen im Keller stehen haben – und zwar eine uralte 300 Liter Gefriertruhe.

Sie fristet nun schon seit Jahren ein trostloses Dasein und wird kaum genutzt und überwiegend leer, ist aber natürlich voll im (Strom-)Betrieb, was man auch sehr gut hören kann. Ich hab mir mal die Mühe gemacht und bin hinter das Gerät gerutscht, um nach den Werten zu sehen. Die waren leider nicht mehr lesbar, aber energiesparend ist diese Truhe sicherlich nicht mehr. Ich habe sie vor rund 17 Jahren gebraucht gekauft und das sagt wohl schon alles über das wahre Alter.

Wir haben uns nun dafür entschieden, die Truhe vom Netz zu nehmen und uns eine neue Gefrierkombination zu kaufen, denn dieser Stromfresser soll unseren Stromzähler nicht weiter belasten.

6. Diverse Kleingeräte des täglichen Bedarfs

Natürlich wird dies nicht der alleinige Grund für den erhöhten Verbrauch sein, auch die zahllosen Stand-by-Geräte wie Fernseher, DVD-Player, Wecker, Handys und Ladegeräte sowie unsere zahlreichen Computer tragen zur Stromverschwendung bei, aber – ein Anfang ist für dieses Jahr schon einmal gemacht.

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Autor: Anja Bergler

Hauptberufliche Online-Texterin und Redakteurin. Bereits seit 2007 arbeite ich auf selbstständiger Basis im www. Als Mutter von 4 Kindern verfüge ich über umfangreiches Wissen in den Bereichen, Kinder, Familie, Haus, Garten, Gesundheit und Immobilien. Dies sind auch meine beruflichen Kernthemen. Du findest mich auch auf Google+

2 Kommentare

  1. Strom sparen ist wichtig für die Umwelt, dennoch führt dies gerade bei Waschmaschinen zu unerwünschten Nebeneffekten. Die neue Generation Waschmaschinen wäscht besonders energieeffizient, sie verbrauchen weit weniger Strom und Wasser als noch vor 10 Jahren. Allerdings sort dies dafür, dass die Waschmaschinen immer häufiger stinken, da sich Keime und Bakterien einfacher festsetzen können. Deshalb immer mal ohne Wäsche bei max. Temperatur waschen und am besten mal einen Schuss Essig ins Einspülfach geben.

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  2. Am besten man steigt teilweise auf erneuerbare Energien um. Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach kann man ordentlich was an Energie und somit auch Geld sparen. Leider ist die Anschaffung nicht billig und es dauert ein paar Jahre bis sich die Investition im Geldbeutel bemerkbar macht.

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